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Gürgele

Was der Volk wissen soll. Mundarten sind lokal gebundene SPRECHsprachen, keine Schriftsprachen. Sie leben NUR mündlich und werden laufend von aussterbenden und „neu einziehenden“ Wörtern und Lauten beeinflusst. Es sind „lebendige frei atmende Wesen“. In Vorarlberg unterscheiden Ruoff/Gabriel 12 Dialektregionen, die wieder unterschiedliche Mundarten haben. Es gibt keine „reinen“ Mundarten, unsere Dialekte sind ständig [...]

[ Mehr ] 24.02.2017 | Keine Kommentare |

Die Besten

In einer Autowerkstatt wird Kaputtes repariert, das Auto wird “ganz” gemacht. In der kürzlich ausgerufenen „Denkwerkstatt“ wird bald die Denke repariert. 4 Bürgermeister wollen „Europäische Kulturhauptstadt“ sein. Best of. Der Volk soll dafür in die Denkwerkstatt kommen. Es geht um Neueinstellung, Impfung. Die 1. Denkwerkstatt wird wohl bei den schwarzen Getreuen im Pfarrsaal stattfinden. Im [...]

[ Mehr ] 17.02.2017 | Keine Kommentare |

Nicht für Elise

(Aus Ürümqi. Endlich ein elitärer Brief des Barons an seinen Schreiber): „Du solltest am Klavier die 6 kleinen Klavierstücke opus 19 von Arnold Schönberg einstudieren, weil die sechs Kleinen Deine große Aufmerksamkeit erregen, weit mehr als irgendeine romantische Elise. Du wirst Unerhörtes ertasten, erhören, memorieren und mit echt geilen „neuen“ Klängen vertraut werden. „Neu“ sind [...]

[ Mehr ] 10.02.2017 | Keine Kommentare |

Nachtvolk

Wenn ich übe, sitze ich allein vor dem gelben Notenständer im Erdgeschoss und blase die schwarze Klarinette mit silbernen Klappen, eine alte Hammerschmid aus Schönbach im Egerland, dem heutigen Tschechien. Ausnahmslos spiele ich Stücke mit seltsamen Namen wie „Nomolas, Dekadenzpotpourri, Dasseltsamespielmitdenrotenlippen“ u.a.. Dabei tut sich was vor den Fenstern des straßenseitigen [...]

[ Mehr ] 03.02.2017 | Keine Kommentare |

Trumpelstilzchen

Sorgt euch nicht, denn es sind Sorgenzeiten. Wer sich jetzt sorgt, besorgt sich Sorgen. Er zieht sie an, bis sie kommen und ihn fressen. Wer jetzt nichts hat, ist am Besten dran, weniger geht nicht. Wer jetzt hat, kann verlieren, ist und bleibt Gefährder seines Habens. In jeder Nacht hängt jetzt ein rot schimmernder Himmel [...]

[ Mehr ] 27.01.2017 | Keine Kommentare |

Milchsammelstelle

Kunstschaffende feierten gerade den “Art’s Birthday” und folgten damit dem Aufruf des Fluxuskünstlers Robert Filliou, der die Kunst am 17. Januar 1963 für eine Million Jahre alt erklärt hat. Ein als Hommage an die Kunst gegründeter Aktionstag soll seither „die Präsenz der Kunst im täglichen Leben“ würdigen und wird jährlich weltweit zelebriert. Am [...]

[ Mehr ] 20.01.2017 | Keine Kommentare |

Überglücklich

2017 begann mit großem Theater in Wien. Herr B. besuchte Goldonis „Diener zweier Herren“ in der Burg, das Glanzstück der Commedia dell’arte, „Unterm Strich könne man mit diesem Goldoni aus dem Geist der Depression ganz gut leben“, hieß es in der Presse. Herr B. ging nach der Pause, er fands zu wenig spritzig, bemüht zwar, [...]

[ Mehr ] 16.01.2017 | Keine Kommentare |

Untscherführung

Ort: Bahnhof Dorn an der angebissenen Birn. Die angebissene Birne ist seit der Gemeinderatswahl 2014 Wahrzeichen der angebissenen Schwarzen. Um auf Gleis 2 zu kommen steigen wir in den Lift nach unten. Langsam sinkt der Lift von 1 nach 0. Mehr Stationen hat er nicht. Bei 0 angekommen spricht der Lift: „Untscherführung!“ sagt [...]

[ Mehr ] 09.01.2017 | Keine Kommentare |

Rauhnächte

Adelheid Mutterblick hatte ein News-Manko. Sie war am Neujahrsnachmittag um 17 Uhr mit FreundInnen zur Resterljause geladen. Es gab trockenen Kuchen vom Vortag, kalten Braten und Keksreste des Sylvesterbuffetts. Vorsorglich hatte die Gastgeberin Heike Schwinghammer die zerknitterten Rostbratwürstl in Rädchen aufgeschnitten und sie unter die italienischen Salatreste gemischt, dazu etwas Tommy Mayonnaise und viel Schnittlauch. [...]

[ Mehr ] 31.12.2016 | Keine Kommentare |

Adelheid Mutterblick

80.123 Personen bekommen in dieser Sekunde die “Wie geht‘s Dir?”-Frage gestellt. Sie ereilt das Ohr des Gemeinen unvorbereitet und stellt den Überraschten, nennen wir ihn Franz Herbert, vor eine schwierige Situation. Er muss blitzschnell herausfinden, wie es ihm geht, um antworten zu können. Er muss sofort Farbe bekennen. Stantepede. Jetzt. Franz Herbert hat bisher versäumt [...]

[ Mehr ] 23.12.2016 | Keine Kommentare |