Österreichs Glühlampen
Was seid ihr doch für Funzler! Strasser! Swoboda! Mölzer! Martin! Stadler! Lunacek! Statt dass ihr den Mut gehabt hättet, die Rolle der EU über Gurkenkrümmung, Marmelade, EU-Bürokratie, Glühbirne, und dergleichen wahlkampfbestimmenden Schwachsinn ins richtige Licht zu stellen, habt ihr im Dunkel um Wählerstimmen gefunzelt, angeleitet von Hatze Strache, habt dem Mölzer und dem Bienenzüchter Stadler nachgebetet. Wenn ich Euch Spitzenrepräsentanten sehe und daran denke, dass ihr Österreichs EU-Vertreter seid, wird mir grad schlecht. Das gilt auch für den Kronenmartin und die Vorwärtsfahnenschwingerin Lunacek. Beim Wahlsieger Strasser krieg ich Magenkrämpfe, besonders, wenn er seine Mauszähnchen versteckt und intelligent in die Kamera schauen will. Man spürt förmlich, dass er keine Idee von Europa hat. Da kann man nur auf den Karas hoffen. Rosarotbrille Swoboda hat seine SPÖ selbst gerichtet.Zurück zum Licht: die Glühlampe wurde von Brüssel weder verboten, noch die Energiesparlampe zur Nachfolgerin bestimmt. Von der EU wurden lediglich Mindestgrenzen für die Energieeffizienz von Lampen festgelegt. Und das bedeutet auf lange Sicht, dass die Glühbirne ausgeleuchtet hat. Zu Recht. Die Glühbirne wandelt 90 Prozent der Energie in Wärme und nur 10 Prozent (!) in Licht um. Sie ist ein exaktes Symbol für unsere EU-Kandidaten. 100% Energie, 10% Licht! 90 Prozent verpuffen, im Gegensatz zur Glühlampe sind sie auch noch teuer und kaum zu entsorgen.
Bei der LED (Light Emitting Diode) ist es genau umgekehrt. Den Unterschied macht scheinbar der (auch hohe) Preis aus, aber: die Energiesparlampe hält, was sie verspricht. Es ist schon unverständlich genug, wenn Teile der Bevölkerung - offenbar nicht die intelligentesten - Hamsterkäufe tätigen, um kistenweise Glühlampen zu kaufen. Aber dass sich dann die oben genannten PolitikerInnen der Hetze anschließen, ist nur mehr mit Primitivopportunismus zu erklären. Keine/r von Ihnen hatte den Mut, 90% Klartext zu reden.
Der EU-Schildlauspolitiker Haider hat damit seine Nachfolger gefunden: jämmerliche Lichtlein. Der damals vom EU-Verteufler Haider angeprangerte Farbstoff im Campari wurde in Österreich lange vor dem EU-Beitritt zugelassen und ist ein seit Jahrhunderten bekannter und angewendeter natürlicher Farbstoff.
Die viel kritisierte Gurkenkrümmung ist in Österreich seit den 60-er Jahren geregelt. Marmelade zu sagen ist, entgegen den Unkenrufen, nicht verboten, das Salzstangerl darf Salzstangerl bleiben, die EU kann keine österreichischen Soldaten in den Krieg schicken und schon gar nicht unser Wasser verkaufen. Brüssel ist für 500 Millionen zuständig und hat weniger Beamte (23.000) als der Frankfurter Flughafen (60.000). Österreich hat 133.000 Bundesbeamte, der Magistrat Wien fast 30.000. So schauts aus.
Keine/r der oben genannten EU-Kandidaten hat sich getraut, das öffentlich zu sagen, zu plakatieren oder in Informationsschriften zu verbreiten. Sie sind Hatze Strache & Co nachgehechelt. Es hatte ja auch keine der Parteien und keiner der Kandidaten auch nur den Ansatz eines EU-Konzepts. Inklusive Luna: Check out.

Ja eben!
Da reden sie uns alle unsere EU schlecht und staunen dann Bauklötze, wenn dieses Gebilde immer weniger Leute interessiert.
Herrgozack, welche Nulpen haben sich da wieder zur Wahl gestellt? Aber wenigstens der wehrhafte Stadler aus jetzt NÖ, den haben sie (wir?) verhindern können. Ein Glühlichtlein der Hoffnung!
Lieber Gaul,
du sprichst mir aus der Seele. Irgendein “Miseutrop” setzt eine Negativmeldung in Umlauf und schon beten sie Tausende nach - ohne jede Reflexion. Erschreckend, wie leicht und schnell sich so viele Menschen vor irgend etwas spannen lassen, wenn es nur dem entspricht, was sie a priori erwarten. Gurkenkrümmnung und Marmeladebezeichnung - ohne jegliche persönliche Auswirkung auf den Verzehr dieser Produkte, wird massenhysterisch so hoch geschaukelt, dass die effektive Friedensfunktion der EU regelrecht untergeht - quantitativ und qualitativ! Quo vadis pseudoaufgeklärte Gesellschaft!?