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	<title>Zanzenberg</title>
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	<description>Zanzenberg</description>
	<pubDate>Fri, 11 May 2012 11:55:19 +0000</pubDate>
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		<title>Der 13. Mai</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 11:55:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>l-moosbrugger</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Endlich ist es soweit. Wir  überleben! Wir? Wie wirr. Gemein ttt sind alle Leser innen und außen dieser Kolldumne.  Wer am 13. Mai um 0.00 Uhr den Zanzenberg erreicht, wird hundertpro überleben. Ober er aber übers Oberland oder ob er aber übers Unterland kommt, ist nicht von Bedeutung. Hauptsache, er kommt gewiss und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://zanzenberg.vol.at/files/2012/05/blogzeichnung1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-979" src="http://zanzenberg.vol.at/files/2012/05/blogzeichnung1-300x235.jpg" alt="" width="257" height="209" /></a></p>
<p>Endlich ist es soweit. Wir  überleben! Wir? Wie wirr. Gemein ttt sind alle Leser innen und außen dieser Kolldumne.  Wer am 13. Mai um 0.00 Uhr den Zanzenberg erreicht, wird hundertpro überleben. Ober er aber übers Oberland oder ob er aber übers Unterland kommt, ist nicht von Bedeutung. Hauptsache, er kommt gewiss und glaubt an den Weltuntergang am 13. Mai. Glaube kann Zanzenberge versetzen. Das wird auch nötig sein, denn diesmal kommt es heftig: „Da wird einem halt angst und bang, die Welt steht auf kein’ Fall mehr lang lang lang lang lang …“, wusste Knieriem. Test am End!</p>
<p>Wir empfehlen daher unmittelbar nach der Samstag Vorabendmesse zusammenzupacken, 1 Paar Landjäger und 1 gekochtes Ei, 1 Apfel und 1 selbstgemachten Holdersaft mitzunehmen und den Richtigen weg zu wählen. Herbert packt Aktimel dazu.</p>
<p>Aufruf: „Machen Sie sich schon jetzt geischtig an auf dem Weg und nehmen Sie alles mit, was Sie im Nusskopf haben. Lernen Sie das Lied: &#8220;Mir leaband jo numma so lang, mir leaband jo numma so lang, am drizehnto Mai ischt do Weltuntorgang!&#8221;</p>
<p>Sollten Sie am 13. Mai keine Zeit haben, weil Sie in die Maiandacht gehen wollen oder Maikäfer süden müssen, bleiben zwei weitere Möglichkeiten im Mai unterzugehen: der 21. und der 30. Mai. „Wir leben nicht mehr so lang, am 30. Mai ist der Weltuntergang. Doch keiner weiß in welchem Jahr und das ist wunderbar. Wir sind vielleicht noch lange hier und darauf trinken wir!“ Wer so spöttisch singt, der wird schon sehen, wie es ihm eruntergeht.</p>
<p>Wenn Sie diesmal nicht überleben wollen, gibt es 2012 eine nächste attraktive Möglichkeit. Allerdings nicht am Zanzenberg und nicht im Mai sondern mit Maya. Am 21. 12. 2012, drei Tage vor Weihnachten, wird es wieder soweit sein. Vielleicht ist es besser, dann erst zu überleben. Dann, ja dann ist der letzte Tag des Maya-Kalenders. Genau dann, ja dann wird sich der Himmel öffnen und der mysteriöse Gott Bolon Yokte Kuh wird von den Wolken herabklettern, gleichzeitig wird der Planet Nibiriu, von dem die Wissenschaft behauptet, dass es ihn gar nicht gibt, mit der Erde zusammenstoßen und die Sonne protuberanzt über uns ins Bett.</p>
<p>Nord- und Südpol beschließen miteinander zu tauschen und alles auf den Kopf zu stellen. An eben diesem Tag ist auch noch ein Freitag und deshalb ist das alles hundertprozentig war Steiner. Wenn nicht, haben wir laut „Bede dem Ehrwürdigen“ (lebte im 8. Jhdt) noch Zeit bis 2076. Dann endet die 6000-jährige große Woche. Aus. Aus. Aus die Maus.</p>
 || Keine Kommentare || ]]></content:encoded>
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		<title>MUNDART MAI ER</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 14:27:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>l-moosbrugger</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Do Raso schreit: „As ischt so wit,
I bruch an nöüa Meossorschnitt!
Ussar Hilbe, Määsar, Klockar
und do Rescht von Stubohockar!
A wilde Bünt ghört ofs Schaffott
und däs ou no bodo flott.
Ob mit Strom, Benzin, vo Hand
im Früohling köpft ma s‘Gräs im Land.
Brrrrrrrrrrnnnnnnnn brmmmmmm:
„Luo her, ischt ma eobo am Maio!“
Om die schüönschto Miottagsstunda
dreiond d’Maiar ihre Runda.
As stinkt, as röhrat, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://zanzenberg.vol.at/files/2012/05/blogzeichnung.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-972" src="http://zanzenberg.vol.at/files/2012/05/blogzeichnung-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a></p>
<p>Do Raso schreit: „As ischt so wit,<br />
I bruch an nöüa Meossorschnitt!<br />
Ussar Hilbe, Määsar, Klockar<br />
und do Rescht von Stubohockar!<br />
A wilde Bünt ghört ofs Schaffott<br />
und däs ou no bodo flott.<br />
Ob mit Strom, Benzin, vo Hand<br />
im Früohling köpft ma s‘Gräs im Land.<br />
Brrrrrrrrrrnnnnnnnn brmmmmmm:<br />
„Luo her, ischt ma eobo am Maio!“</p>
<p>Om die schüönschto Miottagsstunda<br />
dreiond d’Maiar ihre Runda.<br />
As stinkt, as röhrat,  pfutzgat, dröhnt,<br />
die meischto händ se scho draa gwöhnt.<br />
Etzt git ma dor Bünnt do Räscht:<br />
Gräsleköpfo ischt a Fäscht! Kopf ab!<br />
Kürzo, schärla, rupfo, schnido,<br />
memmol muoss ma schwer varlido.<br />
Brmmmmmm määäää Pfzgüfzgpfzug:<br />
„Soo – richt ma eobo a klä do Garto?<br />
Reacht so, no wittor denawea!“</p>
<p>A kurza Röscht, an Hock, a Bierle,<br />
sa goht as nachhar wio am Schnürle.<br />
Glatt wio a Rasur am Kinn,<br />
messerscharf wio Guillotin,<br />
so ghört am Samstag Nammittag,<br />
do Raso hiondrom Gartohaag.<br />
Brrrrrrrrrrnnnnnnnn prckprck prck:<br />
„So, hoi, louft as?“</p>
<p>Mäsar, Klockar, Hilbe, Kopf<br />
kreabsand ussar ossom Schopf,<br />
züchond Kreis wie gierig Geiar<br />
mit dom nöüo Rasomaier.<br />
Wenn di letschto Würm zarmalmat<br />
und dar eerschte Funko qualmat<br />
dio blöödo Storzo frisch zarquetscht siond,<br />
di eerschto Weaspa !zack! zartätscht siond,<br />
s’Raso-Höü schüö of omm Schocho,<br />
alle Suubluoma usgstocho,<br />
do Garto subor, gschnitto s’Gräs,<br />
wartat scho do Leaborkäs<br />
und a Kischto Wäldar Bier,<br />
suufo tuot ma drü bis vier<br />
nachom letschto Mäierrank<br />
offom Metro-Gartobank:<br />
Pfffttt! D‘Fläscho ischt off!<br />
„So niommt  ma eobo a Bierle nachom Maio!“</p>
<p>Drneobod liggond frisch vom Billa<br />
Hennoschenkelä zom grilla.<br />
Mäsers siond etzt scho am plaana:<br />
„Doo sött ma a Weagle bahna,<br />
dötta ghörond Platta glupft,<br />
drundor s’Uukrut ussargrupft.<br />
Dött dionig sioht ma scho a bitzle<br />
etle grüöne Schnittlouchspitzle.<br />
Karle louft in kurza Hosa<br />
varbei an grüna Heckorosa<br />
direkt zom hiondro Gartotöörle,<br />
döt fehlt dom Gartozwerg an Öhrle.<br />
Vroni kut - halb im Bikini:<br />
„Hür probieron mir‘s mit Zucchini!“<br />
„Was muonscht? - Hä? - Veronika?<br />
Komm offo Bank, der Lenz ischt da!“</p>
<p>Karle goht oms Gartobettle,<br />
steckt no schneoll a Zigarettlä<br />
zwüschot Lippa und zücht aabe:<br />
„An Garto ischt a Gottesgabe!“ D<br />
änn bloost ar do Rouch i’Sunno:<br />
„A so an Tag hoaßt s’Leobo gwunno!“<br />
Mai o Mai.</p>
 || Keine Kommentare || ]]></content:encoded>
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		<title>Alles neu</title>
		<link>http://zanzenberg.vol.at/2012/04/27/alles-neu/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 14:39:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>l-moosbrugger</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Bericht aus dem späten Wanderleben nach dem Vorleben vor dem Ableben - verkrümmt am Stehbuffet des urmodernen ÖBB-Railjet-Speisewagens verfasst. Da kommt Grant (Löade) auf.
Um den letzten Apriltagen etwas abzugewinnen, suchte der Baron promenierende Abwechslung zwischen den Dornbirner Villen alter Neureicher.  Seine Kreisgänge am Zanzenberg förderten denn auch nicht nur beißende Bärlauchgerüche zu Tage, sondern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://zanzenberg.vol.at/files/2012/04/blogzeichnung3.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-967" src="http://zanzenberg.vol.at/files/2012/04/blogzeichnung3.jpg" alt="" width="153" height="229" /></a></p>
<p>Bericht aus dem späten Wanderleben nach dem Vorleben vor dem Ableben - verkrümmt am Stehbuffet des urmodernen ÖBB-Railjet-Speisewagens verfasst. Da kommt Grant (Löade) auf.</p>
<p>Um den letzten Apriltagen etwas abzugewinnen, suchte der Baron promenierende Abwechslung zwischen den Dornbirner Villen alter Neureicher.  Seine Kreisgänge am Zanzenberg förderten denn auch nicht nur beißende Bärlauchgerüche zu Tage, sondern brachten auch manche Erinnerung an das eine oder andere Erlebnis vergorener Kindheit,  an prügelnde Mitschüler, einen geschwänzten Kindergartentag oder einen daneben gegangenen Pfadfinderausflug im Gütle zutage. Weiter.</p>
<p>Auf seinem Kreisgang hatte er einen Kopfhörer im linken Ohr (im rechten hörte er nichts mehr), um sich mit Musik in Maienstimmung zu bringen. Karl Riggers 110 Volkslieder erklangen - linksohrig. Harmonisch. Schön. Alt. Gut. Da spielte, o weh, eben eine Fröhlichmachermelodie herein:  „Alles neu macht der Mai, macht die Seele frisch und frei“. Seine war beides nicht. Alt und eingespannt war sie und railjetverkrümmt. Weiter.<br />
“Lasst das Haus, kommt hinaus, windet einen Strauß“. Da er kein Haus hatte, sondern seit seiner letzte Pleite nur eine kleine, viel zu teure Zweizimmerwohnung im Meisterwerk früher Dornbirner Stadtarchitektur, dem Wohnblock neben dem Oberdorfer Kirchturm, dessen Glocken ihn in regelmäßigen Abständen fertigmachten, provozierte ihn die Aufforderung, einen Strauß zu winden derart, dass er das nächste Büschel Bärlauch ausriss und wütend hinunterfraß. Weiter.</p>
<p>Neben ihm sammelten ein paar Dornbirner Biobürger in selbst gestrickten Pullovern Bärlauch in rauhen Mengen, als ob sie sieben Jahre lang keinen Knoblauch mehr bekommen hätten. „Rings erglänzet Sonnenschein &#8230;“ Keine Spur davon, es nieselte und war bewölkt, Waschküchenwetter herrschte &#8230; „Duftend prangen Flur und Hain &#8230;“  Stinkend hätte es heißen müssen. Flur? Des Pfadfinderimporteurs Viktor Hämmerle  halbenglische Zanzenberganlage ließ er gelten. Weiter.</p>
<p>„Vogelsang, Hörnerklang ..“  Spatzenlärm, Autohupen tönten durch die Baumstumpen von der Straße herauf!“ Den „Wald“ hatten die tüchtigen Forstbeamten  auf Anweisung der tüchtigen Rathausbeamten gerodet. Su Su Subr! Hörner? Hatten nicht einmal mehr die Kühe.  Dann Stille im linken Ohr. Batterie aus. Lied aus. Aus. Wirtshaus? Keines. Da entschloss er sich zum zur Zeit berühmtesten Dornbirner Gasthaus, dem Rüttener Geräteschuppen mit Bewirtung, zu wandern. Mai o Mai.</p>
 || Keine Kommentare || ]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Der alte Kanari</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 15:15:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>l-moosbrugger</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Bericht aus dem kurzweiligen Leben nach dem Vorleben vor dem Ableben:  Seit geraumer Zeit vergeht mir Hören &#38; Sehen und jetzt tut mir auch noch das Knie weh. Einreiben. So manches Alltägliches geht mir auf die Nieren, genauer auf die linke. Natürlich bin ich zum Facharzt warten gegangen und hab der Sprechstundenhilfe meine eCard [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="../files/2012/04/blogzeichnung2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-962" src="../files/2012/04/blogzeichnung2.jpg" alt="" width="120" height="56" /></a></p>
<p>Bericht aus dem kurzweiligen Leben nach dem Vorleben vor dem Ableben:  Seit geraumer Zeit vergeht mir Hören &amp; Sehen und jetzt tut mir auch noch das Knie weh. Einreiben. So manches Alltägliches geht mir auf die Nieren, genauer auf die linke. Natürlich bin ich zum Facharzt warten gegangen und hab der Sprechstundenhilfe meine eCard hingestreckt. Sie wollen jetzt immer diese blaugrüne Karte reingesteckt bekommen. Kaum hast Du sie aus der zerknitterten Geldtasche gefummelt, schauen sie in den Bildschirm, auf dem deine Schäden erscheinen: Jede Untersuchung, dein Übergewicht, den Abszess an der blöden Stelle, die schwankenden Prostatawerte, die vermerkten Krampfadern, den Pilz nach dem Urlaub und das operierte Ohr mit Datum.</p>
<p>Deine fortschreitende Alterstaubheit sehen sie nicht, die verrätst Du selbst durch: „Bitte? Wie bitte? Entschuldigung ich hab&#8217;s nicht genau verstanden!“ Sie sagt, ich solle noch etwas Platz nehmen. Verstanden. Dann kommt es doch anders. Sie winkt mich nochmals zu ihr und sagt leise, ob ich inzwischen &#8230; In der rechten Hand hält sie ein Plastikfläschchen mit Drehverschluss in steriler Verpackung. „Das Wc ist gleich rechts, bitte danach in das Durchreichfach stellen“.</p>
<p>O weh. Auf Befehl geht&#8217;s nie. Nützt nix, ich geh in die Zelle, hantle herum, packe mühsam das kleine Verschreckte aus und warte. Peinlich, es kommt nichts. Warten. Baby Topfi sitzen. Mama! Schon will ich abbrechen, als wenigstens eine Idee kommt. Vielleicht geht es doch noch? Schaff ich es noch in der Zeit? Wird es auch genug sein? Ich setze meine ganze Stoffwechselkraft ein, imaginiere pralle Feuerwehrschläuche, stell mir den Druck nach fünf großen Bieren vor und leg das Fläschchen an. Nichts. Da fällt mir ein: Pfeifen! Vogelgezwitscher nachahmen!</p>
<p>Ich mache die Lippen rund, sammle viel Speichel im Mund, sauge Luft nach innen und beginne zu trillern - mittels Einsaugen. Es geht wirklich. Alter Kanari, komm! Ich blicke konzentriert nach oben und halte das Plastikfläschchen mit beiden Händen unten hin.</p>
<p>Plötzlich sanftes Erschauern in der Wirbelsäule. Tatsächlich, es kommt. Ein wunderbares Gefühl. Ich pfeife glücklich oben weiter (unten klingt es auch), seh‘ zufrieden in den Klohimmel, denke an nichts, bis ich abrupt abbrechen muss. Unten läuft es über, meine Hände sind warm, aber nass. Der Rest ist peinliche Arbeit in der Einsamkeit der Wartezimmertoilette.<br />
<a href="http://zanzenberg.vol.at/files/2012/04/blogzeichnung2.jpg"></a></p>
 || Keine Kommentare || ]]></content:encoded>
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		<title>Jenseits</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 13:37:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>l-moosbrugger</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ein Bericht aus dem späten Leben nach dem Vorleben vor dem Ableben. Ich traue meinen schlechten Augen nicht. Da steht  er doch tatsächlich hinter der Bar, etwas abgewandt, alleine, aber mitten unter den Leuten. Ich bin im „Jenseits“, einer kleinen Nachtbar im 6. Hieb. Es sind noch ca. 10 Personen im Raum und - [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://zanzenberg.vol.at/files/2012/04/blogzeichnung1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-958" src="http://zanzenberg.vol.at/files/2012/04/blogzeichnung1.jpg" alt="" width="253" height="234" /></a></p>
<p>Ein Bericht aus dem späten Leben nach dem Vorleben vor dem Ableben. Ich traue meinen schlechten Augen nicht. Da steht  er doch tatsächlich hinter der Bar, etwas abgewandt, alleine, aber mitten unter den Leuten. Ich bin im „Jenseits“, einer kleinen Nachtbar im 6. Hieb. Es sind noch ca. 10 Personen im Raum und - ich bin überrascht - er. Erkennen ihn denn die andern nicht? Ich kann es selber noch nicht so recht glauben. Aber es besteht kein Zweifel, er ist es. Jeans, rotes T-Shirt, blaue Arbeitsschuhe mit Schnürsenkel und fester Sohle. Er ist es, ich bin mir sicher. Es gibt nur eine bucklige Statur, nur einen abgeflachten Kopf, nur eine Körperhaltung, die so aussieht. Niemand spricht mit ihm. Das ist ein weiteres Zeichen. Wahrscheinlich hat keiner der Anwesenden das Bedürfnis gerade ihn anzureden.</p>
<p>Ich fühle mich von ihm angezogen. Warum soll ich nicht mit ihm reden? Ich gehe zu ihm hin, will irgendwie anfangen. Das ist gar nicht einfach. Nach längerem Überlegen sage ich: „Hallo, Sie hier, das überrascht mich!“ Er nimmt einen Schluck Bier. „Wie schaut&#8217;s aus? Sind Sie geschäftlich hier?“, frage ich weiter. Keine Reaktion. Den Sager mit „geschäftlich“ hätte ich vielleicht lieber nicht sagen sollen. Vielleicht ist er ja wegen mir hier. Ich versuch es witzig:  „Sind Sie wegen mir hier?“ Keine Reaktion. Er nimmt einen weiteren Schluck Bier. Ich hätte mir eher erwartet, dass er ein Whiskytrinker ist. MACALLAN Fine &amp; Rare 1970. Diese edle Sorte würde ich ihm zubilligen. Kostet ein  Vermögen. Er stellt das Bierglas hin und winkt dem Barkeeper. Dann dreht er sich zu mir.</p>
<p>Er schaut nicht unfreundlich, bleibt ruhig, aber lächelnd desinteressiert. Ungefähr wie ein Rechtsanwalt, der ständig auf  Rechtsfragen angeredet wird, weil seine Freunde hoffen, auf diese Weise zu einer kostenlosen Beratung zu kommen. Ja, auch bei ihm macht es seine Arbeit, dass er überall &amp;  immer auf des Eine angesprochen wird. Alle wollen nur das Eine von ihm wissen. Sag, wann kommst Du zu mir? Bald einmal oder erst in paar Jahren? Im Allgemeinen wird er von den Leuten gemieden. Man haut lieber ab,  wenn er in der Nähe ist. Der Barkeeper steht jetzt vor ihm. Er bestellt.  Ich glaube meinen Ohren nicht zu trauen: „MACALLAN Fine &amp; Rare Vintage 1947“. Das ist mein Jahrgang. 1947! Der Barmann winkt ab: sie haben ihn nicht. Mein Glück?  Jetzt sieht er mich an: „Sei guten Muts, ich bin nicht wild“. In diesem Moment betreten Claudius  und Schubert das Jenseits.</p>
 || Keine Kommentare || ]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Kuck Uck</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Apr 2012 13:12:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>l-moosbrugger</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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Flüling ist, die Bnümnein spreißeln, Knospen knöspeln. Eis tanzt Seil, Bächlein surren, Bäume boxen. Es riecht ölig - nach Frühjahrsservice, Autohäuser buhlen um Reifenwechsel. Auch Baroniges braucht dringend Frischevision. Kuck - da bietet sich was an. Businessmami.com fragt: &#8220;Glauben Sie noch an ihre Träume?&#8221; -uck. Ich poste zurück: &#8220;Was heißt da noch? Ich hab noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://zanzenberg.vol.at/files/2012/04/blogzeichnung.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-954" src="http://zanzenberg.vol.at/files/2012/04/blogzeichnung.jpg" alt="" width="212" height="143" /></a></p>
<p>Flüling ist, die Bnümnein spreißeln, Knospen knöspeln. Eis tanzt Seil, Bächlein surren, Bäume boxen. Es riecht ölig - nach Frühjahrsservice, Autohäuser buhlen um Reifenwechsel. Auch Baroniges braucht dringend Frischevision. Kuck - da bietet sich was an. <a href="http://Businessmami.com">Businessmami.com</a> fragt: &#8220;Glauben Sie noch an ihre Träume?&#8221; -uck. Ich poste zurück: &#8220;Was heißt da noch? Ich hab noch nie an Träume geglaubt, weder an meine noch an die anderer Träumer.&#8221; Ich klicke - Kuck -  zu „HOLISTIC Pulsing mit Quanten Reiki Ausbildung!“   - uck, auf „<a href="http://http://www.reisenachhause.at/">Reisenachhause.at</a>“.</p>
<p>Oh, oh, oh, was für ein Seelenkaiserschmarren! Ich reisenachhause.at. Bei der ersten Abzweigung kommt mir - Kuck - <a href="http://www.Festival-der-Sinne.at">Festival-der-Sinne.at</a> entgegen und verspricht &#8220;Spannendes zum Thema Spüren&#8221; mit interaktiven Vorträgen. Schon spür ich – uck. Oh, oh, oh! Man lockt mit: &#8220;Selber machen&#8221;. Nachdem ich darin ein Alter Meister bin, mach ich&#8217;s auch gleich mit links und entdecke - Kuck -  <a href="http://www.dehypnose.de">www.dehypnose.de</a> mit Dehypnotherapie in Eigenregie -uck. Uii, Duii, wuii, da ribiselts bacherlwarm den Buckel hinunter. Aaaaah, wie warm und stinkig.</p>
<p>&#8220;Gönn dir eine Auszeit!&#8221; auf der LichtQuellAlm im Salzkammerlgut mit TCM, 5-Elementeküche, Stille und Kräuter sammeln. Da legst die nieda. Kräuter sammeln!!! Seit Jahren sehn ich mich nach Kräuter sammeln in der Dienstzeit. Da lese ich: Meditiation, Stille! (Dabei hab ich gar keine Milch) Heilströmen mit Shin Jyutsu! Oh, oh, oh, was für ein Gefühlekompott! Ich ströme Heil, du strömst Heil, wir strömen. Heile! Jetzt fall ich in Hekstasi, es locken Meridian-Bewegungsübungen! Wandern! Die Seele baumeln lassen! Herz öffnen! Zur Ruhe kommen! Kraft tanken! Das ist der absolute Eseltherikhammer! Haudrileiho - auf zur LichtQuellAlm!</p>
<p>Ab diesem Zeitpunkt vermag mich nicht einmal mehr „Die schamanische Lerngruppe samt HTS Matrix und dem Matrix Energetik Duo“ davon abzubringen, obwohl ich zugebe, dass die versprochenen &#8220;Schwitzhüttenzeremonien&#8221; mit Pfeifenbaukurs von <a href="http://www.luminos.org">www.luminos.org</a> mich nochmals zögern lassen. Zuspät. Längst schon bin ich Lichtgestalt und habe den Gruftschlüssel zur Seele entdeckt. Meine gestaute Lebensenergie ist free, ich bin nicht mehr geblockt, I am offen wie ein Scheunentor, kosmische Strahlen sausen um mich herum, Chakren klettern im holistischen Bauch, ich bin telepathisch ganzheitlich gepolt und embodimente in herrlichstem Craniosacralbalancing ins Betlehem Beisl zu Schnitzel und Bier –Kuck Uck.</p>
 || Keine Kommentare || ]]></content:encoded>
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		<title>Zündhölzle</title>
		<link>http://zanzenberg.vol.at/2012/03/30/zundholzle/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 11:41:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>l-moosbrugger</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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Recherche kann Erstaunliches zu Tage fördern - sogar dann, wenn es um nichts  Harmloseres geht, als der Geschichte eines Volksliedchens aus dem vorigen Jahrhundert. Autor wie Komponist sind unbekannt, und der Hinweis: „Alemannisch. Elsaß um1840“   ist wenig aufschlussreich. Zuwenig, um den Ein- und Zweiheimischen, die es  am 20.  April in [...]]]></description>
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<p>Recherche kann Erstaunliches zu Tage fördern - sogar dann, wenn es um nichts  Harmloseres geht, als der Geschichte eines Volksliedchens aus dem vorigen Jahrhundert. Autor wie Komponist sind unbekannt, und der Hinweis: „Alemannisch. Elsaß um1840“   ist wenig aufschlussreich. Zuwenig, um den Ein- und Zweiheimischen, die es  am 20.  April in der Wirtsstube des Gasthof Löwen in Bludenz hören und singen werden, eine  Geschichte des Liedes anbieten zu  können. Lieder beleuchten nicht nur die emotionale Seite der Gesellschaft, sie bergen oft auch Fakten. So auch die Geschichte des  Streichholzes.</p>
<p>1826 erfand der englische Apotheker John Walker das erste moderne Streichholz, das 1828 unter dem Namen LUZIFER (!) zum Patent angemeldet wurde. 1832 verbesserte es  der Baden-Württemberger Siebmacher Friedrich Kammerer zum Phosphorstreichholz.  Der infolge seiner antimonarchistischen Aktivitäten politisch verfolgte Kammerer  flüchtete 1838 in die Schweiz und errichtete in der Nähe von Zürich eine  Zündholzfabrik, kehrte 1847 nach Ludwigsburg zurück und verfiel dem Wahnsinn.  Zwei  Jahre zuvor (1845) schrieb Hans  Christian Andersen das Märchen von der tragischen  Geschichte des kleinen Mädchens, das beim Zündhölzchenverkaufen erfriert.</p>
<p>Die unglaublichste Geschichte um das  Streichholz lieferte aber der Schwede Ivar  Kreuger, der als „Zündholzkönig“ in die Geschichte einging. 1916 hatte er die vor dem  Ruin stehende Zündholzfabrik seines Vaters übernommen und sie so geschickt  rationalisiert, dass er wenige Jahre später fast zwei Drittel der weltweiten  Streichholzproduktion, Goldminen, Erzberg und Verhüttungswerke, teure Immobilien in Europa und die Telefonfirma Ericsson u.a.m. besaß.</p>
<p>Seine Geschäftsstrategie: Ausbeutung der Zündholzmonopole in verschiedenen Ländern. Er nahm riesige Kredite in den reichen Industrieländern auf und lieh das Geld finanziell schwachen Ländern in Mitteleuropa: Deutschland, Ungarn, Rumänien, Polen; einigen südamerikanischen Staaten und bekam dafür das Zündholzmonopol in diesen Ländern. „Der Schlüssel zum Erfolg ist Schweigen, mehr Schweigen, und sogar noch mehr Schweigen“. (Ivar Kreuger)</p>
<p>1932 warten in Paris Bankiers und Investoren im Hotel du Rhin auf Kreuger. Er erschien aber nicht. Kreuger lag angekleidet auf seinem Bett, Weste und Jacke aufgeknöpft, in der Brust steckte eine Kugel. Bis heute ist sein Tod umstritten. Selbstmord oder politische Intrige? „Schwäflhölzle, Schwäflhölzle, Schwäflhölzle muss ma ha“ ???</p>
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		<title>Schaffa im Usland</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 15:38:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>l-moosbrugger</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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“Täta muass is Schwoboland, miar sen armi Lüt! Nuah a klini Kuah im Stall und sos nianar nüt! Küahli, Küahli rer decht net, ich komm weder hem. Dass ich allig s’Heemweh hon,  sägan miar jo kem“.
Dieses fein gewebte Lied aus dem Montafon beeindruckt den Sensiblen mehr als so mancher banale Mundartschmalz hausgemachter LiederbastlerInnen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://zanzenberg.vol.at/files/2012/03/blogzeichnung2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-943" src="http://zanzenberg.vol.at/files/2012/03/blogzeichnung2.jpg" alt="" width="255" height="127" /></a></p>
<p>“Täta muass is Schwoboland, miar sen armi Lüt! Nuah a klini Kuah im Stall und sos nianar nüt! Küahli, Küahli rer decht net, ich komm weder hem. Dass ich allig s’Heemweh hon,  sägan miar jo kem“.<br />
Dieses fein gewebte Lied aus dem Montafon beeindruckt den Sensiblen mehr als so mancher banale Mundartschmalz hausgemachter LiederbastlerInnen, die zahlreicher denn je wie Drohnen ohne Königin verirrt aus dem Radio surren. Tschum tschum, Strofe falsch gereimt, taktinvalider Refrain dafür schlecht, etwa so: „Im Ländlä fiond I‘s schüö, will bi üs sind d’Räso gmait so grüö, drom I bio nid so gera, mit mim Schatz do a dor Riviera!“ So etwa das Wörtrglump der genannten Ländlesurrer &amp; Mundartschnabler. Hört also zu und lasst euch die Geschichte obigen Liedchens erzählen:</p>
<p>Im 18. und 19. Jahrhundert arbeiteten Montafoner als Maurer, Verputzer, Stukkateure, Gipser, Sensenhändler, Krauthobler, Hausierer, Störhandwerker, Ährenleserinnen und Kornschneiderinnen während der Sommermonate in Deutschland, in der Schweiz und in Frankreich. Auch den Kindern blieb dieses Schicksal nicht erspart, man nannte sie Schwabenkinder:<br />
“Bruadar muass is Schwoboland, miar sen armi Lüt! Nuah a klini Gäß im Stall und sos nianar nüt! Gizi, Gizi, rer decht net,  ich komm weder hem. Dass ich allig s’Hemweh hon, sägan miar jo kem.“<br />
Kreishauptmann von Ebner berichtete 1832, dass allein aus Vorarlberg 1800 bis 2000 Kinder ins Schwabenland gingen. 1834 sollen aus dem Montafon 400 dort gewesen sein. Der Hauptteil waren Buben von 10 bis 16 Jahren, die draußen das Vieh der Bauern beaufsichtigten. Mädchen wurden als Kindermädchen verwendet.  .<br />
„Schwöschter muass is Schwoboland, miar sen armi Lüt! Nuah a große liab im Hus und sos nianar nüt! Maiggi, Maiggi rer decht net, ich komm weder hem. Dass ich allig s’Hemweh hon, sägan miar jo kem.“<br />
Die Schwabenkinder versammelten sich auf Dorfplätzen und wanderten unter Aufsicht einer erwachsenen Person meist nach Tettnang oder Ravensburg. Dort kamen die Bauern mit ihren Fuhrwerken, suchten sich den geeigneten Buben heraus und nahmen ihn mit auf den Hof. Im Herbst wurden die Kinder an einem vereinbarten Tag abgeholt.<br />
„Alli, alli sen scho zrock, nu mi Schätzli net! Des blibt doss im Schwobaland, andri hommmer’s gset! Bin a trurigs Maiggili, mir sen armi Lüt. Nuah a große Liab im Hus und sos nianar nüt!“</p>
<p>1908 berichtete die amerikanische (!) Presse empört gegen diese Kindervermarktung und bezeichnete den Friedrichshafener Markt als ,,kaum verhüllten Sklavenmarkt″.<br />
Erst damit kam hektische Betriebsamkeit in die Diplomatie. Eine grundlegende Änderung trat aber erst 1921 ein, als die Vereinbarung zwischen Österreich und Württemberg zu greifen begann, dass auch österreichische Kinder in Württemberg schulpflichtig seien.<br />
<em>(Quellen: Montafoner Heimatbuch / vbg.mo09.museumonline.at/gekürzt/Vorarlberger Liederbuch – Nora Caba). </em></p>
<p><em><strong>Hinweis:</strong><br />
Wer das Lied einmal so richtig im Publikum mitsingen will: „Heimatliederabend einheimisch-zweiheimisch-dreiheimisch“  mit der heimatshuttleband.  Gasthof Löwen Bludenz 20. April 20.30 Uhr. Eintritt frei.  Reservieren empfohlen:  05572 23019 </em></p>
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		<title>Der heilige Cyborg</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 12:57:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>l-moosbrugger</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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Die harte Stunde ist gekommen, die geklonte Wahrheit zu erzählen - über den heiligen Cyborg, der unter uns lebt. Ihr sollt erfahren, was wirklich wirklich an ihm ist. Junk &#38; Spam! Er ist eine Art Messias mit Herz - - - Schrittmacher. Seine Plastikaugen sehen Euch voller Liebe an. Sein Hörapparat ist besser als je [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://zanzenberg.vol.at/files/2012/03/blogzeichnung1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-938" src="http://zanzenberg.vol.at/files/2012/03/blogzeichnung1.jpg" alt="" width="231" height="180" /></a></p>
<p>Die harte Stunde ist gekommen, die geklonte Wahrheit zu erzählen - über den heiligen Cyborg, der unter uns lebt. Ihr sollt erfahren, was wirklich wirklich an ihm ist. Junk &amp; Spam! Er ist eine Art Messias mit Herz - - - Schrittmacher. Seine Plastikaugen sehen Euch voller Liebe an. Sein Hörapparat ist besser als je seine Ohren waren und wenn er zu euch spricht, redet sein Sprechapparat. Die alten fleischigen Stimmbänder sind lang schon rausoperiert. Verkrebst sei das Glump gewesen. Jetzt raucht er wieder leichter. Die Leber hat er vom Schwein transplantiert bekommen und seine Lungen hängen sometimes an der fahrbaren Maschin‘. Er ist dadurch leicht bewegungseingeschränkt. Was soll‘s, krächzt Cyborg. Mit seinem künstlichen Hüftgelenk könne er ohnedies nicht richtig springen und sein zweites Bein sei ein Beinersatz. Früher war‘ aus Holz doch heute gibt es schon weit bessere Kunstbeine als die alten echten. Junk &amp; Spam! Eine Niere hat er von einem Motorradfreak verpflanzt gekriegt, der zum günstigen Zeitpunkt gegen einen Baum angetreten ist. Der Baum hat gewonnen. Die Innereien des Motorbikers konnten in alle Welt verkauft werden. Was nicht mehr brauchbar war, wurde christlich begraben. Manchmal hinkt der heilige Cyborg zum Spendergrab und spritzt Weihwasser auf das vergilbte Foto, das seit damals auf dem Grabstein liegt. Cyborgs Herz pumpt wöchentlich frisch transfusioniertes Blut in seine Plastikadern. Jeden Morgen lädt er den Akku auf, öffnet das Fenster und atmet den frischen Frühlingsmog ein. Das Frühstück besteht aus siebzehn verschiedenen Tabletten. Ein Magen ist nicht mehr da, deshalb hängt er am Ernährungslösungsgalgen. Cyborgs Kopf ist online mit dem Cyberspace. Dort holt er sich die Cyberwelt herunter und spritzt Computerviren als Propheten ins Net. Wenn ihm fad ist,  nimmt er eine Cyber-Boeing und landet bei schwerem Sturm auf der Autobahn oder im Stephansdom. Junk &amp; Spam! Er ist der heilige  Cyborg, lebt in der Cloud und riecht nach Unsterblichkeit. Er steht auf Techno. „Die Wirklichkeit sei ein Gerücht“, meint er, und er wisse nicht, ob er selber sei. Wiki erzählt, er sei ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mischwesen">Mischwesen</a> aus lebendigem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Organismus">Organismus</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maschine">Maschine</a>. Sein Körper sei dauerhaft durch künstliche Bauteile ergänzt werden. Als technisch veränderte biologisch Lebensform zählt er nicht zu den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roboter">Robotern</a> und sollte auch nicht mit deren Untergruppe, den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Android_%28Roboter%29">Androiden</a>, verwechselt werden. Junk &amp; Spam! Jetzt wisst ihr’s. Howdy.</p>
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		<title>Papamonat</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 17:07:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>l-moosbrugger</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Von welchem Planeten sind die BrainstürmerInnen, die den Volk mit derartigem Nutzlos beschäftigen? Kein Planet - ein Ministerium ist es, das in verzückter Unfruchtbarkeit sich vom seinerzeitigen „Halbe-Halbe“ (H.H.) – Kabarett nun zum „Papamonat“ plappert. Die Geburt dieser Nullidee ist zweifellos Jungfernzeugung - durch eine unbefruchtete Eizelle fernab jeglicher Realität. Fernab stimmt hier ganz besonders, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von welchem Planeten sind die BrainstürmerInnen, die den Volk mit derartigem Nutzlos beschäftigen? Kein Planet - ein Ministerium ist es, das in verzückter Unfruchtbarkeit sich vom seinerzeitigen „Halbe-Halbe“ (H.H.) – Kabarett nun zum „Papamonat“ plappert. Die Geburt dieser Nullidee ist zweifellos Jungfernzeugung - durch eine unbefruchtete Eizelle fernab jeglicher Realität. Fernab stimmt hier ganz besonders, denn wiedereinmal müssen ferne „Studien“ und „Modelle“ herhalten: eine der Universität von Western Ontario, Canada, eine aus Island, aus Finnland und natürlich ein schwedisches Modell. 20 % gehen dort papamonaten, weiß Frauenministerin H.H. und hat auch gleich einen Banalsager als Slogan parat: „Echte Männer gehen in Karenz!“ Wer bis dato noch nicht gewusst hat, was ein echter Mann ist, weiß jetzt zumindest, dass er papamonaten muss, wenn er in Richtung „echter Mann“ will. Und wer begrüßt die Idee zuerst und wo ist sie sofort per Gesetz eingeführt? Bei den Beamten. Die Regelung gilt für alle Väter im Öffentlichen Dienst des Bundes. Schon 105 hätten davon Gebrauch gemacht, jubelt Frau H.H.. Tolle Männer, nicht wahr! Unsereiner, der weder (wissentlich) Vater ist noch im Moment eine unbefruchtete Eizelle zur Verfügung hat und demnächst auch noch aus dem öffentlichen Dienst ausscheidet, fühlt sich echt benachteiligt, da er nie mehr ein echter Mann werden kann. Aber man bleibt nicht allein, denn die gesamte Privatwirtschaft will auch nicht papamonaten. Zum Papamonaten sind nämlich dort Papamoneten nötig. Bei den Beamten (zu denen auch die PolitikerInnen gehören) kommt das Geld aus der Steuerdose, Risiko null. Warum dann nicht gleich zwölf Papamonate, fragt die Presse? Das wäre dann das Papajahr, dadurch könnte das weit verbreitete Omajahr abgelöst werden, aber was ist dann mit der Oma? Sie könnte z.B. ins Frauenministerium gehen und dort das Opajahr fordern. Und was ist, wenn kein Papa da ist zum Papamonaten? Ungerecht ist das! „Du du du … du Schlimmes du dudi du, Butzi, hast wieder ins H.Hosi gemacht?“ Bleibt die wichtigste Frage am Ende: Ist „Papamonat fordern“ FRAUENPOLITIK? Fragen über Fragen. Am Zanzenberg wird damit gerechnet, dass das Frauenministerium demnächst die Paparegel fordert. Fazit: „Unter Weltraummüll, auch als Weltraumschrott bezeichnet, versteht man nichtfunktionale <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Astronomisches_Objekt">künstliche Objekte</a> in einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Umlaufbahn">Umlaufbahn</a>, aber auch Trümmerteile, die nach einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiedereintritt">Wiedereintritt</a> die Erdoberfläche erreichen.“ Zu hoffen ist, dass sie verglühen.</p>
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